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Stärkung der Rumpfmuskulatur für mehr Körperstabilität und Balance

Balance und Stabilisation Bei vielen Sportarten ist das Training der Rumpfmuskulatur (der Körpermitte) zentraler Bestandteil. Yoga, Pilates oder Core-Training sollen den Körper stabilisieren, Bewegungen harmonisieren und eine gute Haltung fördern. Bauch-, Brust- und Rückenmuskulatur halten die Wirbelsäule in Position und dienen der aufrechten Körperhaltung.

Starke Körpermitte

Die gesamte Rumpfmuskulatur besteht aus tiefen und oberflächlich gelegenen Muskeln. Die Oberflächenmuskulatur bewegt und formt unseren Körper. Die Tiefenmuskulatur stabilisiert den Körper und gibt ihm Haltung. Man bezeichnet sie deshalb auch als skelettnahe, stabilisierende Muskulatur oder "Core-Stability".

Auch das im Moment allgegenwärtige funktionelle Training (Functional Training) baut auf Übungen aus den Bereichen Stabilisations- und Balancetraining auf und kombiniert diese mit Inhalten aus dem Krafttraining, zum Beispiel dem Hanteltraining. Dabei entstehen komplexe Übungen, die sowohl die Oberflächenmuskulatur als auch die Tiefenmuskulatur ansprechen, also alle Muskeln die stabilisieren oder Bewegungen unterstützen.

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Haltung bewahren – durch starke Tiefenmuskulatur.
Sie ist nicht zu sehen und ist doch entscheidend für das körperliche Wohlergehen, denn sie stabilisiert wie ein inneres Korsett unseren Körper und trägt zu einer guten Haltung bei – die Tiefenmuskulatur. In Zeiten zunehmenden Bewegungsmangels verkümmert sie zusehends und stellt so eine Gefahr für unseren Bewegungsapparat dar. Sportdozent Ronald Thomschke erläutert die effektivsten Übungen für Anfänger wie Fortgeschrittene, die bei regelmäßiger Anwendung zur Stärkung der Tiefenmuskulatur führen. Ob zuhause oder im Sportstudio, ob mit oder ohne Hilfsmittel – jeder kann mit diesem Trainingsbuch Selbsthilfe betreiben. Ein Ratgeber für jedermann und jeden Tag.

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Tiefenmuskulatur-Training: Für eine bessere Körperwahrnehmung, mehr Kraft, Stabilität und Balance

Grundlage für alle Bewegungen ist das Zusammenspiel zwischen Muskulatur und Nervensystem. Diese wird durch Propriozeptoren ermöglicht.
Im funktionellen Training wird neben der Stabilität auch die Propriozeption trainiert. Dabei handelt es sich um die Wahrnehmung von Gelenkstellungen, Muskelspannungen, Körperbewegungen und Lage des Körpers im Raum. Die Aufnahme dieser Informationen erfolgt über kleine Rezeptoren (Propriozeptoren), die zum Beispiel in den Gelenken oder der Muskulatur liegen. Da solche Informationen meist unbewusst erfasst werden, müssen wir uns Reaktionsmechanismen erarbeiten, die bei Bedarf schnell abgerufen werden können. Falsche Bewegungen können durch entsprechende Reaktionen kompensiert werden. Das mindert die Verletzungsgefahr, zum Beispiel durch das Umknicken des Fußes.

propriozeptives TrainingEin propriozeptives Training beinhaltet unter anderem Übungen auf instabilen Unterlagen wie Balance-Pads und Wackelbretter im Einbeinstand, im Frontstütz oder der Standwaage. Diese Übungen werden auch im klassischen Balancetraining ausgeführt.

Mit zunehmendem Alter nehmen alle koordinativen Fähigkeiten wie Gleichgewichts-, Orientierungs- und Reaktionsfähigkeit ab. Durch regelmäßiges Training der Tiefenmuskulatur können Sie Ihre koordinativen Fähigkeiten erhalten und verbessern. Zudem wird der Verfall der Bauch- und Rückenmukulatur gestoppt, eine wesentiche Ursache für chronische Rückenbeschwerden, Fehlhaltungen und Bandscheibenvorfälle. Es gibt eine Vielzahl von Sportarten, mit denen Sie Ihre Tiefenmuskulatur gezielt stärken können. Neben Übungen aus den Bereichen Stabilisations- und Balancetraining, eignen sich auch Schlingentraining, Pilates und Yoga. Mehr dazu unter "Tiefenmuskulatur trainieren".

 



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